
Guten Tag!
Mein Name ist Eva Hoffmann. Ich gehöre dem Vorstand des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen e. V. (BSVW) seit 1999 an und stelle mich Ihnen, liebe Internetsurfer hier näher vor.
Ich wurde am 21.12.1969 in oberschlesischen Guttentag, heutigem Polen geboren, bin ledig und wohne seit 1978 in Soest. Im Oktober 1977 bin ich mit meinen Eltern in die Bundesrepublik Deutschland ausgesiedelt. Ich habe seit meiner Geburt nur noch einen sehr geringen Sehrest.
Vor meiner Ausbildung zur Fachangestellten für Arbeitsförderung im Arbeitsamt Soest jetzt Agentur für Arbeit besuchte ich zunächst vom Oktober 1977 bis Februar 1985 die Westfälische Schule für Blinde in Soest und wurde danach am Conrad-von-Soest-Gymnasium bis Juli 1992 integrativ beschult. Mit der Fachhochschulreife nach Klasse 12, schulischer Teil, absolvierte ich im Anschluss daran eine dreijährige Berufsausbildung zur Fachangestellten für Arbeitsförderung bei der Agentur für Arbeit in Soest. Nach erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung war ich zunächst als Bearbeiterin in der Berufsberatung für Schwerbehinderte im Anmeldebereich tätig, was sich aber leider als ein völliger Fehlstart ergeben hatte. Ich bin daraufhin als Schreibkraft in den Psychologischen Dienst sowie als Telefonistin der Soester Agentur für Arbeit gewechselt und seit Oktober 2000 bin ich als Telefonistin bei der Agentur für Arbeit in Lippstadt in Vollzeit tätig. Da die Soester Agentur für Arbeit im Mai diesen Jahres eine neue Telefonanlage erhalten wird, werde ich ab Mitte Mai diesen Jahres in die Telefonzentrale der Soester Agentur für Arbeit zurückkehren. Somit entfällt für mich das Berufspendeln von Soest nach Lippstadt.
Seit Juni 1988 bin ich Mitglied des BSVW, Bezirksgruppe Soest und seit November 1998 leite ich die Fachgruppe Jugendliche und junge Erwachsene, wobei ich diese Leitung am 27.11.04 aus Altersgründen abgeben werde, da ich am 21.12.04 das 35. Lebensjahr vollenden werde und somit aus der aktiven Jugendarbeit ausscheiden muss. Des weiteren bin ich als Beisitzerin in der Fachgruppe für Büroberufe sowie im der Fachgruppe für Verkehr, Umwelt und Mobilität aktiv tätig. In den Vorstand des BSVW wurde ich im September 1999 erstmalig in der Mitgliederversammlung in Hamm als Beisitzerin und im September des vergangenen Jahres wiedergewählt.
Wer oder was hat mich motiviert, aktives Mitglied im BSVW zu werden?
Während ich noch die heutige von-Vinkeschule besuchte, hatte mich mein ehemaliger Klassenlehrer dieser Schule, der ebenfalls fast vollständig erblindet war und schon viele Jahre aktiv im Vorstand der Soester BG mitarbeitete, mich zunächst als Gast in der Bezirksgruppe teilhaben lassen. Ich habe beispielsweise insbesondere bei Adventsfeiern entweder musiziert oder auch Weihnachtsgeschichten in Blindenschrift vorgelesen. Da mir diese Form der Veranstaltungen zusagten und ich auch sah, dass ich nicht die einzigste junge Veranstaltungsteilnehmerin war und bereits einige Bezirksgruppenmitglieder persönlich kannte, habe ich mich im Jahr 1988 fest entschlossen, Mitglied im BSVW zu werden. Im Frühjahr 1992 habe ich erstmalig an einer Wochenendveranstaltung der damals heißenden Fachgruppe für die Belange Jugendlicher und junger Erwachsener im mittlerweile leider geschlossenen Haus Valbert teilgenommen. Somit habe ich im Laufe der Jahre insbesondere Kontakte zu vorwiegend junge Blinde und Sehbehinderte auch über Soests Grenzen hinweg geknüpft und ab 1996 begann meine aktive Laufbahn beim BSVW. In diesem Jahr wurde ich erstmalig als Beisitzerin in den Arbeitskreis der Fachgruppe für die Belange Jugendlicher und junger Erwachsener gewählt.
Dann dauerte es nicht mehr lange, und ich habe meine ehrenamtliche Arbeit im BSVW zügig ausgebaut.
Auch wenn mich die viele Vereinsarbeit manchmal anstrengt, so macht sie mir sehr viel Spaß und ich als noch junges Vereinsmitglied finde es außerordentlich wichtig, mich bereits in jungen Jahren aktiv in die Vereinsgeschehnisse im Rahmen meiner persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten einzubringen.
Zum Schluss meiner Vorstellung möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich neben meiner zahlreichen Aktivitäten in der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe außerdem kirchlich engagiert bin. In der Soester katholischen Kirchengemeinde St. Bruno bin ich seit 1998 als Lektorin tätig und seit 1999 Mitglied im Pfarrgemeinderat. Für mich stellt diese Aufgabe einen wichtigen Kontrast zur ehrenamtlichen Arbeit beim BSVW dar.
Ich hoffe liebe Internetsurfer, Ihnen einen kleinen Einblick darüber gegeben zu haben, was auch Menschen mit Seheinschränkungen im Stande sind zu leisten. In diesem Sinne recht herzlichen Dank für Ihren Besuch.
Eva Hoffmann
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