. Zum Textanfang springen. . Zum Untermenü springen.

Navigation:

Seitenübergreifendes Menü:

 

Hauptmenü:

Untermenü:

Inhalt

Verein - BSVW Vorstand - Walter Görlitz

Foto: Walter Görlitz

Hallo liebe Besucher der BSVW - Website!

Zu meiner Person:
Aufgrund der Netzhauterkrankung RP (Retinopathia pigmentosa) und damit
verbundenen Seheinschränkung gehöre ich mittlerweile zum
Personenkreis der Späterblindeten. Ich bin 1955 in Bergkamen
geboren, verheiratet, 2 Kinder, 2 Enkelkinder. Bis zu meinem 36.
Lebensjahr habe ich ein ganz normales "sehendes" Leben
geführt.

Ausbildung und Beruf:
Ich besuchte die Regelschulen und habe eine Ausbildung zum
Chemiekanten in einem Pharmaunternehmen von 1970 bis 1973 gemacht.
1985 legte ich die Industriemeisterprüfung "Fachrichtung
Chemie" vor der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund ab. Nach
bestandener Prüfung wurde ich in das Angestelltenverhältnis
als Industriemeister übernommen. 1988 erfolgte die Ernennung zum
Obermeister. In dieser Funktion übernahm ich die Leitung eines
rechnergesteuerten Betriebes, den ich von 1986 bis 1988 seitens des
Betriebes mit aufgebaut habe. 1995 war die Seheinschränkung so
weit fortgeschritten, dass ich meinen Beruf als Obermeister nicht
mehr ausführen konnte. Ich wollte die Verantwortung für die
Produktion und Mitarbeiter des Betriebes nicht länger
übernehmen. Bis 1999 arbeitete ich als Dokumentationsassistent in
dem Pharmaunternehmen weiter. 1999 erfolgte dann die Beantragung der
Erwerbsunfähigkeitsrente.

Im Oktober 1994 wurde ich von den schwerbehinderten Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des Pharmaunternehmens zum
Schwerbehindertenvertrauensmann gewählt. In dieser Funktion nahm
ich an vielen psychosozialen Seminaren und Ausbildungen teil. Ich
arbeitete mich in die Sozialgesetzgebung ein und machte eine
Ausbildung zum "Ansprechpartner für psychisch behinderte
Menschen im Betrieb" mit Prüfung beim LWL
(Landschaftsverband Westfalen-Lippe). Die Schwerbehindertenvertretung
bedingte eine halbe Freistellung von meiner Arbeit als
Dokumentationsassistenz.

Diagnose RP:
Im August 1991 bestätige die Universität – Augenklinik
Mänster die Diagnose RP. Danach fiel ich erst einmal in ein
tiefes Loch und begab mich in psychotherapeutische Behandlung. Viele
Fragen mussten beantworten werden: Wann werde ich blind sein? Was wird
aus mir und meiner Familie? Was passiert mit meinem Job? Wie sieht
zukünftig die finanzielle Absicherung aus? Alles Fragen, die mir
niemand beantworten konnte. Während der psychotherapeutischen
Behandlung konnte ich aber erkennen, dass ich den ersten Schritt tun
muss, um das Beste aus und mit meiner Behinderung machen zu können.

Hilfe zur Selbsthilfe:
1992 nahm ich erstmals Kontakt mit der Blinden- und
Sehbehindertenselbsthilfe auf. Zuerst mit der Pro Retina (Pro Retina
Deutschland e.V.) und später mit dem BSVW (Blinden- und
Sehbehindertenverein Westfalen e.V.). So begann die Hilfe zur
Selbsthilfe. Ich bin heute froh diesen Kontakt gesucht und gefunden zu
haben. Ein wichtiges Standbein der Selbsthilfe ist der Informations-
und Erfahrungsaustausch unter Gleichbetroffenen. Ich stand mit meinen
Problemen und Fragen plötzlich nicht mehr alleine da. Ein
weiteres Standbein der Selbsthilfe ist die kompetente Beratung zu
sozialrechtlichen Fragen, Hilfsmittelfragen und die Beratung zu den
Krankheitsbildern. Zwar konnte mir niemand meine Entscheidungen
für die Weichestellungen für die Zukunft abnehmen, aber die
vielen Informationen die ich bekam und der Kontakt zu den
Gleichbetroffenen halfen mir bei der Entscheidungsfindung sehr.

Ehrenamtliches Engagement:
1994 gründete ich für die Pro Retina die Regionalgruppe
Kreis Unna. Im Dezember 1998 wurde ich zum Sozialreferenten der Pro
Retina berufen und in den Vorstand. Die Sozialberatung der Mitglieder
stand im Vordergrund meines ehrenamtlichen Engagements.

Seit März 2005 bin ich Mitglied im BSVW und arbeite seitdem im
Vorstand der Bezirksgruppe Lünen-Bergkamen-Selm-Bork ehrenamtlich
mit. Zudem stehe ich den Mitgliedern für eine vertrauensvolle
psychosoziale Beratung zur Verfügung. In der
Mitgliederversammlung August 2007 wurde ich in den Vorstand des BSVW
gewählt. Im April 2007 hat der BSVW das Projekt "Wir sehen
weiter" begonnen. Ein Projekt, das insbesondere den Aufbau eines
Beratungsnetzwerkes der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe in NRW
und die Qualifizierung der Beratungsangebote zum Inhalt hat. Wie
wichtig eine qualifizierte Beratung für von Sehbehinderung und
Blindheit bedrohten Menschen ist, konnte ich persönlich erfahren.
Auch in dieses Projekt werde ich ehrenamtlich meine Erfahrungen und
Kenntnisse der Beratung einbringen, die ich seit 1994 gewonnen und
entwickelt habe.

Zurück zur Übersicht

Neuigkeiten und besondere Themen:

Mitglied werden

Der BSVW bietet seinen Mitgliedern viele attraktive Vorteile. Wir informieren Sie gerne.
 Mitgliedsantrag

zum Seitenanfang springen
|
Impressum